Unzmarkt-Frauenburg liegt als westlichste der drei Murgemeinden als historischer Marktflecken eingebettet am Fuße der Seetaler Alpen. Bei einem Spaziergang durch den Ort finden sich viele liebevoll erhaltene Details, die auf eine ruhmvolle Vergangenheit weisen. 

Versäumen Sie nicht zu besuchen:

Pfarrkirche St. Magdalena in Unzmarkt

Die Pfarrkirche Maria Magdalena besteht aus zwei Baukörpern unterschiedlichen historischen Alters und Stils. Bereits um 1300 wurde mit dem Bau einer kleinen Kapelle begonnen, die unter Otto von Liechtenstein 1311 fertig gestellt wurde und der Hl. Maria Magdalena geweiht ist. Ein frühgotischer Chor, das Kreuzgratgewölbe, barocke Rundbogenfenster und die Schablonenmalerei aus der Jugendstilzeit sind die markanten baulichen Merkmale der St. Magdalena-Kirche. Die Altäre und Statuen stammen großteils von Franz Joseph Grimer aus Knittelfeld und aus der Judenburger Schnitzwerkstätte des Balthasar Prandtstätter und entstanden um 1748.

Der Turm hat drei Geschosse und eine mehrfach gestaffelte Turmhaube. 1996 wurde das Innere der Pfarrkirche renoviert.


Pfarrkirche St. Jakob Frauenburg

Ein kulturhistorisches Kleilnod ist die dem hl. Jakobus v. Ä. geweihte Burgkirche Frauenburg,  die um 1250 errichtet worden ist. Im 15. jahrhundert wrude die Burgkirche im gotischen Stil umgestaltet, ein weiterer Umbau erfolgte in der Barockzeit.  
Links vom Altar ist der Grabstein von Ulrich III., ein Enkel von Ulrich von Liechtenstein, mit der ältesten deutschen Grabinschrift, zu besichtigen.

Der Großteil der heutigen Kircheneinrichtung stammt aus der Barockzeit. Der Hochaltar ist 1735/36 vom bekannten Judenburger Bildschnitzer Balthasar Prandtstätter angefertigt worden, ebenso die Kanzel.

Erwähnenswert sind auch die acht Ovalbilder aus dem Anfang des 19.Jahrhunderts, die Ereignisse aus dem Marienleben darstellen: sie werden dem Maler Johann von Lederwasch zugeschrieben. An der Südmauer der Kirche unter der Kanzel befindet sich die sogenannte Stubenberger Gruft.Das Grabmal besteht aus einer drei Meter hohen Reliefplatte aus weißem Marmor, die dem Bildhauer Philibert Pocabello zugeschrieben wird.


Burgruine Frauenburg

Zeitreise …… Mächtig thront die Burgruine Frauenburg über dem Murtal und lädt Reisende schon von weitem zum Verweilen ein. War die Frauenburg einst Lieblingssitz des Minnesängers Ulrich von Liechtenstein, so ranken sich heute noch viele Sagen um den romantischen Platz und der gut erhaltene Innenhof gibt Zeugnis einer längst vergangenen Zeit.

Die auf wehrtechnisch günstiger Anhöhe gelegene Frauenburg wird urkundlich erstmals um 1260 erwähnt, mag jedoch schon lange vorher in anderer Gestalt bestanden haben, ehe sie an den berühmten Minnesänger Ulrich von Liechtenstein von seinem Vater Dietmar vererbt wurde. DerSage nach hat sie vorher einmal einem Ritter Reinprecht gehört, welcher wegen seiner Gewalttätigkeit eher als Raubritter zu bezeichnen wäre.

Im 13. Jahrhundert wurde von Ulrich von Liechtenstein der heute noch weit in das land blickende Wohnturm (oder Palas) erbaut, von Zinnen gekrönt, einem Zeltdach geschützt, auf der Talseite mit zwei Rundbogenfenstern und Säulenkapitälen den romanischen Baustil ausweisend. Dieser älteste Teil der Burganlage hat sich am besten erhalten.
 
Auf Wunsch werden Burg- und Kirchenführungen durchgeführt. Anmeldung und Infos im Marktgemeindeamt.